Das Obere Chochołów-Tal ist ein stilles, westliches Seitental der Westlichen Tatra — ein Ort, der Wanderer mit Fichtenwald, einer verwildernden Alm und einem eindrucksvollen Gletscherkessel belohnt. Wer Ruhe und ursprüngliche Berglandschaft sucht, ist hier genau richtig.
Das Tal beginnt kurz oberhalb der bekannten Chochołowska-Lichtung und öffnet sich nach und nach zu einer immer rauheren Landschaft. Im unteren Teil dominiert dichter Fichtenwald, in dem sich die langsam zugewachsene Obere Chochołowska-Alm verbirgt — einst ein belebter Schafweide- und Hirtenplatz. Weiter oben weitet sich das Tal zum Gletscherkar Dziurawe, das auf drei Seiten von den steilen Wänden von Wołowiec, Łopata und Czerwony Wierch umschlossen wird. Diese erheben sich 300–350 m über den mit Geröll, Moränenblöcken und Latschenkiefern bedeckten Karboden. Unterhalb des Felsschwellers von Kopa (1596 m) entspringen mehrere Quellen, die den Oberen Chochołów-Bach bilden. Im Winter verwandelt sich das Tal in eine verschneite Einsamkeit, im Sommer bietet der Kontrast aus grauem Fels und grüner Latschenkiefer eine unvergessliche Kulisse.
Anreise und ZustiegDer grüne Weg durch dieses Tal ist der älteste Wanderweg im gesamten Chochołów-Tal — er wurde bereits 1901 angelegt. Ein kleines, aber feines Stück Tatra-Geschichte unter den Füßen der Wanderer.