Der Rakoń (1.879 m ü.d.M.) ist einer jener Gipfel in den Westlichen Tatra, die mit überraschend wenig Aufwand überraschend viel bieten: sanfte Grashänge, weite Panoramen und im Herbst ein Farbenspektakel, das seinesgleichen sucht.
Der Gipfel liegt direkt auf der polnisch-slowakischen Staatsgrenze, im nördlichen Seitengrat des Wołowiec. Die oberen Hänge sind grasig, durchsetzt von Latschenkiefernfeldern, vereinzelten Felsen und kleinen Schuttfeldern. Nach Westen und Süden öffnen sich weite Blicke auf die Rohacké-Seen und die wild wirkenden Roháče-Gipfel — überraschend zerklüftet für die Westliche Tatra. Im Herbst verwandeln sich die Hänge rund um den Rakoń in eine leuchtende Farbpalette: Heidelbeerbüsche leuchten intensiv rot, Heidekraut blüht violett, Binsen nehmen rostbraune Töne an und Borstgras vergilbt — alles vor dem Hintergrund dunkelgrüner Latschenkiefern. Eine der schönsten Herbstlandschaften der gesamten Westlichen Tatra.
AufstiegsmöglichkeitenDie Hänge des Rakoń dienten einst als Weideland — auf polnischer Seite gehörten sie zur Schäferflur der Hala Chochołowska. Heute trifft man dort statt Schafen drei Heidelbeerarten und ein herbstliches Farbenspiel, das jeden Fotografen begeistert.