Der Stausee Šance liegt tief in den Mährisch-Schlesischen Beskiden und gehört zu den malerischsten Gewässern der tschechischen Mittelgebirgslandschaft — ein weiter Wasserspiegel, eingebettet zwischen bewaldeten Hängen und der engen Flussaue der oberen Ostravice. Wer ursprüngliche Beskidenlandschaft mit imposanter Ingenieurskunst verbinden möchte, der ist hier genau richtig.
Der Stausee wurde zwischen 1964 und 1969 errichtet und verdankt seinen Namen dem nahe gelegenen Hügel Šance (576 m ü. M.) am linken Ufer unweit der Staumauer. Die Umgebung ist durch und durch Beskiden: Dichte Misch- und Nadelwälder reichen bis fast ans Wasser heran, und an nebligen Morgen scheint der See im Dunst zu schweben. Frühling und Herbst bieten spektakuläre Spiegelungen der bunten Hänge, während der Winter das Tal in eine stille, verschneite Einsamkeit verwandelt. Die Staumauer selbst — 342 Meter lang und aus über 1,3 Millionen Kubikmetern Material gebaut — ist ein beeindruckender technischer Anblick.
AnreiseEin Stück versunkener Geschichte liegt buchstäblich unter dem Wasserspiegel: Beim Bau des Stausees wurde der Ortskern von Staré Hamry geflutet und die lokale Bahnstrecke von Frýdlant nad Ostravicí nach Bílá musste aufgegeben werden.
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