Der Smrk (1278 m ü. M.) ist der zweithöchste Gipfel der Mährisch-Schlesischen Beskiden — nur die Lysá hora überragt ihn. Wer einen ursprünglichen, seilbahnfreien Waldgipfel abseits des Trubels sucht, wird hier genau das finden, was er sich erhofft hat.
Der Massiv ist von Fichtenwald mit Buchen- und Tannenbeimischung bedeckt, stellenweise Eberesche und Ahorn. Die Gipfelzone trägt noch die Narben früherer Industrieimmissionen — der sich langsam erholende Totwald verleiht der Landschaft eine raue, fast geheimnisvolle Atmosphäre. Im Sommer strömen Heidelbeersammler in Scharen auf den Berg, im Herbst leuchten die Hänge in Rotgold, und im Winter liegt ein stilles Schneereich über dem langen Kamm. Mehrere Naturschutzgebiete schützen den Massiv, darunter die Reservate Smrk und Malý Smrk. Nahe dem Gipfel befindet sich ein markanter Frostverwitterungsfelsen. Im Tal des Bučací-Baches auf ca. 800 m verstecken sich die Bučací-Wasserfälle mit einer Gesamthöhe von rund 40 m — zu den größten Kaskadenwasserfällen dieses Karpatenabschnitts, seit 2004 von einem 35 Hektar großen Naturschutzgebiet umgeben.
AufstiegsmöglichkeitenAuf dem Kamm des Smrk erinnern volksnahe Steindenkmäler an den Studenten Jan Palach, den Musiker John Lennon und den Eishockeyspieler Ivan Hlinka — in der Normalisierungszeit war dieser einsame Gipfel ein geheimer Treffpunkt für Dissidenten, die hier oben ein Stück Freiheit suchten.