Der Radhošť (1.129 m ü. M.) ist einer der ausdrucksstärksten Gipfel der Mährisch-Schlesischen Beskiden — ein Ort, an dem slawische Mythologie, frühchristliche Geschichte und weite Karpatenblicke auf einem einzigen Bergrücken aufeinandertreffen. Wer eine Wanderung sucht, die mehr als nur Natur bietet, wird hier fündig.
Der Berg hat zu jeder Jahreszeit einen unverwechselbaren Charakter. Im Sommer versammeln sich Tausende von Pilgern auf dem Gipfel, der seit Jahrhunderten ein bedeutender Wallfahrtsort ist. Im Winter liegt der Kamm ruhig unter einer Schneedecke und verbreitet eine fast mystische Stimmung. Bei klarem Wetter ist das Panorama außergewöhnlich: Im Süden reihen sich die Kämme der Hostýn-Vsetíner Berge, der Javorníky und der Weißen Karpaten auf; im Osten dominieren Lysá hora und Smrk; und bei außergewöhnlicher Fernsicht ist sogar der Schneeberg in den Alpen — satte 261 km entfernt — zu erkennen.
AufstiegsmöglichkeitenDer Legende nach stürzten Kyrill und Method hier die heidnische Statue des Gottes Radegast und errichteten an ihrer Stelle ein Kreuz — doch der alte slawische Sonnengott ist bis heute nicht vergessen: Sein Name prangt auf dem Berg, auf einer markanten Statue von 1930 und auf dem beliebtesten tschechischen Bier.