Der Tüttensee ist ein kleiner Toteissee im bayerischen Chiemgau, der mit seinem klaren, türkisfarbenen Wasser und der ruhigen Landschaft rundherum beeindruckt. Er zählt zu den wärmsten Seen Oberbayerns und ist ein beliebtes Ziel für einen entspannten Ausflug ans Wasser.
Die Uferzone weist verschiedene Verlandungsphasen auf und hat teilweise Niedermoor-Charakter, was ihr je nach Jahreszeit ein besonderes Gesicht verleiht - im Sommer üppig grün, im Herbst goldgelb gefärbt durch die umgebenden Wälder. Der See liegt in einem Toteiskessel, der beim Rückzug des Chiemsee-Gletschers entstand, umgeben von bewaldeten Kame-Schotterterrassen. Am Südufer lädt eine Ausflugsgaststätte mit Strandbad zum Verweilen ein, während der Rest des Ufers naturbelassen und geschützt bleibt.
AnfahrtBereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der See von einem Boot aus vermessen, und moderne Pollenanalysen sowie 14C-Datierungen bestätigten seine eiszeitliche Entstehung - womit die einst diskutierte Theorie eines Meteoriteneinschlags widerlegt wurde.