Die Tar-kői-Felsnische ist eine kleine, aber wissenschaftlich bedeutende Felsnische im Bükk-Gebirge, versteckt unterhalb des Gipfels Tar-kő. Unter roten Lehmschichten verbarg sich hier eine der reichsten mittelpleistozänen Fossilienfundstätten Europas - über 15.000 Knochenreste aus Zehntausenden von Jahren tierischen Lebens.
Der Eingang öffnet sich östlich des Tar-kő-Gipfels in einer Felswand, auf 812 Metern über dem Meeresspiegel. Die Nische selbst wirkt wie ein flacher Felsvorsprung: 18 Meter breit, 10 Meter tief und nur 2 Meter hoch. Die Umgebung zeigt typische Bükk-Landschaft aus Kalksteinfelsen und Buchenwald - im Sommer saftig grün, im Winter mit Schnee auf den Felswänden besonders eindrucksvoll. Der Zugang ist recht anspruchsvoll und erfordert Trittsicherheit sowie etwas Orientierungssinn im steilen Gelände.
Anreise1958 durchbrachen Schüler eines Gymnasiums aus Eger eine Kalzitkruste und entdeckten dahinter eine verborgene Kammer voller Knochen von Höhlenbären, Höhlenhyänen, Urrindern und Dutzenden weiterer Arten - darunter acht der Wissenschaft bis dahin unbekannte. Die Ausgrabung wurde zum Symbol vorbildlicher Zusammenarbeit zwischen Amateur-Höhlenforschern und Fachwissenschaftlern.