Der Tar-kő (949 m ü. d. M.) ist der achthöchste Gipfel im Bükk-Gebirge und der zwölfte höchste Berg Ungarns insgesamt. Was ihn besonders macht, sind seine dramatischen Kalksteinwände und ein herrliches Panorama nach Süden über die Große Ungarische Tiefebene.
Der Gipfel liegt am Südrand des Bükk-Plateaus und bildet dessen natürliche Grenze. Die hellgrauen triassischen Kalksteinfelsen entstanden einst an der Grenze zwischen einem Rifthang und einer Küstenlagune — ihre steil geneigten, dickbankigen Schichten formen heute eine beeindruckende Felskulisse, die sich vom Őr-kő bis zum Három-kő erstreckt. Im Frühling blühen in den Felsspalten seltene Pflanzen wie die 'Pongyola'-Glockenblume und der Jávórka-Schuppenfarn, im Sommer hört man Steinrötel und Kolkraben, während der Herbst die umliegenden Buchenwälder in leuchtendes Gold taucht.
Die Felswände und Schutthalden beherbergen außerdem den Kleinen Apollofalter, den seltenen Sakerfalken und den Wanderfalken — die Artenvielfalt hier gilt als außergewöhnlich hoch für ein mitteleuropäisches Bergland.
So erreicht man den GipfelDer Kalkstein unter den Wanderstiefeln ist über 200 Millionen Jahre alt und bildete sich an einem tropischen Triassiff — ein Gipfelbesuch ist buchstäblich ein Spaziergang über den Boden eines urzeitlichen Meeres.
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