Die Talsperre Euba ist ein kleines, geschichtsreiches Gewässer im östlichen Chemnitzer Stadtteil Euba, das mit seiner rauen Schönheit und bewegten Vergangenheit überrascht. Die imposante Bruchsteinmauer und der nur teilweise gefüllte Stausee schaffen eine besondere, fast melancholische Atmosphäre.
Erbaut zwischen 1911 und 1914 zur Wasserversorgung der Dampflokomotiven im Rangierbahnhof Chemnitz-Hilbersdorf, besteht die denkmalgeschützte Staumauer aus Gestein des benachbarten Steinbruchs, das per Feldeisenbahn herangeschafft wurde. Heute ist der Stausee nur gering eingestaut, was ihm einen wild-romantischen, leicht verwunschenen Charakter verleiht. Die bewaldeten Hänge rundherum laden zu ruhigen Spaziergängen ein, während die Staumauer selbst mit ihren Bohrhaken auch Kletterfreunde anzieht.
Anfahrt
Praktische Informationen
Beim Jahrhunderthochwasser im Juni 2013 wurde die Talsperre bis zum Überlauf geflutet, und da sich der Grundablass nicht öffnen ließ, dauerte das Ablassen des Wassers über oberirdische Leitungen mehrere Tage – ein denkwürdiges Kapitel in der Geschichte der Anlage.