Die Talsperre Carlsfeld, auch als Talsperre Weiterswiese bekannt, ist die höchstgelegene Talsperre Sachsens und liegt versteckt im Erzgebirge nahe dem Ortsteil Carlsfeld. Hier verbindet sich technikgeschichtliche Baukunst mit stiller Waldlandschaft und einem See von auffällig bräunlicher Färbung.
Die zwischen 1926 und 1929 aus Bruchsteinmauerwerk errichtete gekrümmte Gewichtsstaumauer nach dem Intze-Prinzip beeindruckt schon von Weitem. Das Wasser trägt eine natürliche Braunfärbung durch Huminstoffe aus den umliegenden Mooren und Wäldern, wodurch die Sichttiefe mit im Schnitt nur einem Meter die geringste aller sächsischen Talsperren ist. Im Sommer lädt der Rundweg zu ruhigen Spaziergängen durch Fichtenwälder ein, im Winter kann hier meterhoher Schnee liegen - schließlich wurden hier schon Schneehöhen von über zwei Metern gemessen.
Wie man hinkommt
Praktische Informationen
Spannend: Bei Sanierungsarbeiten wurden Überreste einer mittelalterlichen Zinnseife aus der Zeit um 1500 entdeckt - ein Beweis dafür, dass dieses Tal schon lange vor dem Bau der Talsperre ein bedeutender Bergbauort war.