Der Fastenberg (891 m ü. NHN) ist ein weitläufiges Bergmassiv im sächsischen Erzgebirge, das sich in Vorderen, Mittleren und Hinteren Fastenberg gliedert — und an dessen Osthang 1654 die Bergstadt Johanngeorgenstadt gegründet wurde. Wer hier wandert, bewegt sich durch eine Landschaft, in der Jahrhunderte des Bergbaus auf Silber, Zinn, Wismut und sogar Uran ihre Spuren hinterlassen haben.
Das Gelände ist sanft und zu jeder Jahreszeit begehbar. Im Sommer duftet der Fichtenwald nach Harz und kühler Bergluft, im Winter verwandelt sich das Massiv in eine stille, verschneite Kulisse für entspannte Spaziergänge. Die Atmosphäre ist unaufgeregt und echt erzgebirgisch — keine Touristenmassen, dafür weite Waldblicke und das typische Flair der Region. Über den Hinteren Fastenberg verläuft die Staatsstraße von Johanngeorgenstadt nach Eibenstock, was den Zugang zum Kamm erheblich erleichtert.
Anfahrt und AufstiegGeschichtsinteressierte aufgepasst: Im Januar 1946 wurde hier der erste Produktionsbetrieb der sowjetischen SAG Wismut zur Urangewinnung eröffnet — mit weitreichenden Folgen für die Johanngeorgenstädter Altstadt, die in dieser Zeit weitgehend zerstört wurde.