Die Szent-István-Höhle bei Lillafüred gehört zu den schönsten Schauhöhlen Ungarns — ein unterirdisches Märchenreich aus funkelnden Stalaktiten, mächtigen Stalagmiten und versteinerten Wasserfällen, das Besucher seit 1931 in seinen Bann zieht. Was die Höhle besonders macht: Ihre Luft ist absolut pollenfrei und hat eine Luftfeuchtigkeit von nahezu 100 %, weshalb ein Teil der Höhle offiziell als Heilhöhle für Atemwegserkrankungen anerkannt ist.
Auf 331 Metern über dem Meeresspiegel im Szinva-Tal gelegen, durchzieht die Höhle 711 Meter Trias-Kalkstein und bildet das unterste Glied eines gewaltigen unterirdischen Systems unter dem Létrás-Plateau. Die Höhle hat eine dramatische Vergangenheit: 1958 und 1974 brach Wasser in die Gänge ein und ergoss sich auf die Straße davor. Heute erhellen moderne Scheinwerfer beeindruckende Formationen wie den 'Mamutfogsor' (Mammutstoßzahn), die märchenhafte 'Meseország' (Märchenland)-Galerie, die 'Oszlopok csarnoka' (Säulenhalle) und den 'Színházterem' (Theatersaal). Der tiefste Punkt, 'Pokol' (Hölle) genannt, ist ganzjährig unter Wasser.
AnreiseDer Legende nach entdeckte man die Höhle 1913, als ein Hund durch den natürlichen Eingang — einen 15 Meter tiefen Schacht — hineinfiel und sein Winseln die Entdecker auf die Spur brachte. Daher trägt die Höhle noch heute den Beinamen 'Kutya-barlang' (Hundehöhle).