Ein versteinerter Hochzeitszug über den Ufern der Eger — das ist die Legende der Svatošské skály, einem der eindrucksvollsten Naturdenkmäler Westböhmens. Bis zu 50 Meter hohe Granittürme und -pfeiler ragen dramatisch über dem linken Ufer des Flusses empor.
Die Atmosphäre hier ist einzigartig — geprägt von der Sage um Hans Heiling, der sein Versprechen an eine Wassernixe brach und daraufhin samt seiner ganzen Hochzeitsgesellschaft zu Stein erstarrte. Die Felsformationen tragen bezeichnende Namen: Kapuziner, Braut, Bräutigam, Schwiegermutter, Musikanten und Schloss. Die Landschaft verändert sich mit den Jahreszeiten eindrucksvoll — im Sommer paddeln Kanuten unter den Felsen entlang, im Herbst kontrastiert das graue Gestein mit buntem Laub, und im Winter verleiht Raureif der Szenerie eine märchenhafte Stille. Auch Kletterer schätzen den Ort, und der hier brütende Uhu macht ihn ökologisch besonders wertvoll.
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Praktische Hinweise
Der Ort inspirierte einst Sigmund Freud, der einen Traum über diese Felsen beschrieb, sowie Goethe, der ihn während seiner Karlsbader Kuraufenthalte mehrfach besuchte — eine Gedenktafel erinnert noch heute daran.