Das Račí údolí ist ein verstecktes Naturjuwel, kaum 3 km südlich der Stadt Javorník im Altvatergebirge — ein Tal, in dem uralte Buchen- und Eichenwälder fast urwaldartigen Charakter haben und die Zeit merklich langsamer zu vergehen scheint. Eine natürliche Felskanzel mit Panoramablick, mittelalterliche Burgruinen und ein schmuckes Jugendstilgebäude, das noch heute belebt ist — dieses Tal hat echte Persönlichkeit.
Das Reservat erstreckt sich von 348 bis 532 Metern über dem Meeresspiegel auf über 62 Hektar. Buchen, Linden und Eichen prägen das Kronendach, während der Račí-Bach durchs Tal fließt und schließlich über die Grenze in das Einzugsgebiet der Oder in Polen mündet. Im Frühling erwacht der Wald mit Vogelgesang — Schwarzstorch und Fischotter gehören zu den hier geschützten Arten. Im Sommer bietet das Tal kühlen, feuchten Schatten, im Herbst verwandelt es sich in ein leuchtendes Meer aus Gold und Rot, und im Winter herrscht stille, verschneite Einsamkeit. Das landschaftliche Highlight ist die Čertova kazatelna ('Teufelskanzel'), eine Gneis-Felsformation, die als natürlicher Aussichtspunkt mit Blick über das gesamte Tal dient.
Anreise und Wanderung
Praktische Hinweise
Die Burgruine Pustý zámek aus dem 14. Jahrhundert diente einst als Beobachtungsposten für die Burg Rychleby — heute sind nur noch Geländespuren übrig, die dem Tal eine leise, fast geheimnisvolle Stimmung verleihen.