Der Nationalpark Heuscheuergebirge im polnischen Teil der Mittleren Sudeten ist ein geologisches Wunderwerk — ein Labyrinth aus Sandsteinfelsen, tiefen Felsspalten und mächtigen Tafelbergen, das in dieser Form in ganz Polen einzigartig ist. Wer hier hinkommt, versteht sofort, warum die Gegend seit Jahrzehnten Schutz genießt.
Die charakteristischen flachen Gipfelplateaus mit ihren senkrechten Wänden sind das Ergebnis von rund 100 Millionen Jahren Erosion an Sandsteinschichten, die einst auf dem Grund eines Kreide-Meeres abgelagert wurden. Sommer bedeutet hier kühle Waldpfade und beeindruckende Aussichten über die Sudeten; im Herbst leuchten die Hänge in warmen Rottönen; im Winter verleiht Schnee den mächtigen Felsplatten eine fast mystische Stimmung. Über 1,3 Millionen Besucher kommen jährlich — doch abseits der Hauptattraktionen findet man noch viel Ruhe.
Anreise und RoutenEin besonderes Highlight: Im Bereich der polnisch-tschechischen Grenze lebt eine Mufflonherde — ursprünglich von Korsika eingeführt und heute fester Bestandteil der Sudetenfauna.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)