Der Nationalpark Ceahlău ist eines der eindrucksvollsten Bergwildnisse der Ostkarpathen in Rumänien — ein raues, artenreiches Gebiet mit Kalksteintürmen, Felsnadeln, Karstformationen, Wasserfällen und uralten Wäldern. Auf über 8.300 Hektar findet sich hier eine Wildnis, in der Braunbären, Wölfe und Luchse nach wie vor frei leben und seltene Orchideenarten zwischen den Felsen blühen.
Das Massiv Ceahlău wandelt sein Gesicht mit jeder Jahreszeit. Im Sommer leuchten die subalpinen Wiesen in Gelb und Violett, während die Kämme weite Ausblicke auf den Stausee Izvorul Muntelui bieten — ein riesiges Gewässer, das den Massiv wie ein blaues Band umschließt. Im Herbst brennen die Wälder in Rot und Gold, im Winter verwandelt sich die Landschaft in eine stille, fast mystische Einöde. Die Vielfalt ist beeindruckend: dichte Buchen- und Tannenwälder gehen in Latschenkieferngebüsche, Kalkrasen und Karstfelsen über.
AnreiseDas Ceahlău-Massiv gilt seit Jahrhunderten als heiliger Berg der lokalen Bevölkerung — manche Legenden verbinden es sogar mit einem altdakischen Heiligtum, was jeder Wanderung eine ganz besondere Tiefe verleiht.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)