Der Osturnianer See ist ein stilles, naturbelassenes Kleinod im Gebirge Spišská Magura im Norden der Slowakei. Er entstand, als ein uralter Erdrutsch aus paläogenen Gesteinen ein Seitental abriegelte — ein seltenes Naturschauspiel, das den See zu einem geschützten Naturdenkmal macht.
Dicht bewaldete Hänge aus Gemeiner Fichte und Weißtanne umgeben den See und verleihen der Landschaft einen ruhigen, fast alpinen Charakter. Der Wasserstand schwankt je nach Niederschlag und Verdunstung, sodass der See je nach Jahreszeit ein anderes Gesicht zeigt — nach dem Frühjahrsregen besonders großflächig, im Sommer kleiner und stiller. Auf der Wasseroberfläche wachsen Teppiche aus Schwimmendem Laichkraut und Wasserhahnenfuß. Nördlich des Hauptsees verbirgt sich ein namenloses, abflussloses Kleingewässer auf 874 m Höhe mit etwa 0,5 ha Fläche. Die Atmosphäre ist durchweg ruhig und unberührt.
Anreise und WanderungInteressant ist, dass der See ausschließlich durch einen Erdrutsch entstanden ist — ein in den Karpaten seltenes Beispiel eines natürlichen Stausees geomorphologischen Ursprungs.