Der Ornaczański Żleb ist einer jener versteckten Winkel der Westtatra, die den meisten Wanderern verborgen bleiben — eine wilde, steile Rinne voller Geschichte, die jedoch touristisch nicht zugänglich ist. Es handelt sich um eine große Runse, die von den Osthängen des Ornak direkt zur Wielka Polana Ornaczańska hinabführt, einer Wiese im oberen Teil des Kościeliska-Tals.
Die Rinne bildet ein schmales Becken zwischen zwei Gebirgskämmen — Jaworzynka rechts und Skoruśniak links. Der größte Teil ist bewaldet, nur oberhalb der Baumgrenze weicht der Wald grasbewachsenen Hängen. Der untere Teil des Bettes ist mit Geröll und Steinen bedeckt, durch das der Ornaczański Potok fließt, der sich auf der Wielka Polana Ornaczańska mit dem Pyszniański Potok vereinigt. Es ist ein Ort mit rauer, wilder Atmosphäre, an dem einst über Jahrhunderte Bergbau betrieben wurde — Silber-, Kupfer- und später Eisenerze wurden hier abgebaut und in der Hütte auf der Wiese Stare Kościeliska verhüttet.
AnreiseInteressant ist, dass hier bereits im 15. Jahrhundert Metallerze abgebaut wurden — heute erinnert nichts mehr an die alten Gruben, und das Gebiet bleibt eines der wildesten und am schwersten zugänglichen der Tatra.