Mionší ist einer der größten Urwälder der Tschechischen Republik — ein echtes Wildnisgebiet im Herzen des Beskidengebirges, in dem die Natur seit Jahrhunderten ungestört waltet. Wer hier den Waldrand entlanggeht, spürt die ehrwürdige Stille zwischen jahrhundertealten Weißtannen und Rotbuchen. Ein Ort, der jeden Naturliebhaber tief beeindruckt.
Das Naturschutzgebiet umfasst 169,7 Hektar im Landschaftsschutzgebiet Beskydy, etwa einen Kilometer östlich des Dorfes Horní Lomná. Die Höhenlage reicht von 720 bis 950 Metern über dem Meeresspiegel, der höchste Punkt ist der Gipfel Úplaz. Dominiert wird der Wald von Weißtanne und Rotbuche, ergänzt durch Bergahorn, Fichte, Esche, Bergulme und Vogelkirsche. Im Frühling blühen hier Schneeglöckchen und seltene Orchideen, im Sommer brüten Schwarzstorch und Habichtskauz, und im Herbst leuchtet das Laub der Buchen in sattem Gold. Der Fluss Lomná begleitet den nördlichen und westlichen Rand des Schutzgebiets.
AnreiseIm Jahr 1961 wurde in Mionší der bis heute größte bekannte Fruchtkörper des Flachen Lackporlings ('Ganoderma applanatum') gefunden — er maß 180 × 80 × 60 cm und wog 96 kg. Dieser Rekordpilz ist heute im Schlesischen Museum in Opava ausgestellt.