Die Girowa (840 m ü. NN) ist ein Gipfel, der weit mehr Eindruck hinterlässt, als seine bescheidene Höhe vermuten lässt. Als markante Erhebung auf der europäischen Hauptwasserscheide im Schlesischen Beskidengebirge dominiert sie gleichermaßen das breite Olzatal im Norden und das Čadcaer Becken im Süden — an klaren Tagen reicht der Blick bis in drei Länder. Ein verwunschener Name, eine jahrhundertealte Legende und eine gemütliche Berghütte machen diesen Gipfel zu einem lohnenden Ausflugsziel.
Der Massivhang ist überwiegend mit Fichten-Buchen-Mischwald bedeckt; entlang des Kamms öffnen sich Lichtungen mit verstreuten Weilern. Das Gipfelplateau bietet — soweit die Bäume es zulassen — ein fast rundumgehendes Panorama über Polen, Tschechien und die Slowakei. Im Herbst leuchtet der Mischwald in warmen Gelb- und Rottönen, im Winter laden schneebedeckte Pfade zur stillen Wanderung ein. Die Felsgruppe 'Teufelsmühle' am südwestlichen Hang verleiht der Tour ein besonderes Flair.
AufstiegsmöglichkeitenJahrhundertelang galt die Girowa als Hexenberg — so lautet ihr inoffizieller deutscher Name — ein Ort, den die Menschen mieden und der als Treffpunkt von Hexen und Dämonen gefürchtet war. Der Legende nach bewacht der Teufel persönlich einen Topf mit Dukaten, den der berühmte Räuber Ondraszek unter den Felsen der Teufelsmühle versteckt haben soll.