Am Südhang des Baumannsberges im Erzgebirge liegt ein faszinierendes Mosaik aus Mooren, Zwergstrauchheiden und Bergwiesen, vor Ort als Baumgärtels Kiefern bekannt. Hier wächst die seltene Moor-Kiefer neben Moor-Heidelbeere und Sonnentau — eine Landschaft, wie man sie selten in dieser Region findet.
Das Schutzgebiet erstreckt sich von etwa 710 bis 658 m ü. NN, mit flachen, sanft nach Süden geneigten Mulden. Im Frühling und Sommer blühen die Bergwiesen bunt mit Arnika und Geflecktem Knabenkraut, während Perlmuttfalter und Mohrenfalter über die Wiesen gaukeln. Im Herbst leuchten die Heiden und Moorbirkenwälder in warmen Farben, im Winter versinkt das Gebiet in stiller, verschneiter Ruhe. Ein Bach, früher namenlos, heute Hochmoorbächel genannt, entspringt hier und fließt der Zwickauer Mulde zu.
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Praktische Hinweise
Wissenswert: Ende des 19. Jahrhunderts umfasste das Moor noch rund 21 Hektar, bevor der Torfabbau für Heizzwecke einsetzte, der bis in die 1960er Jahre andauerte.