Im südlichen Bükk-Gebirge, im malerischen Mexikó-Tal nahe Miskolc, verbirgt sich der Eingang zu einer der streng geschützten Höhlen Ungarns. Dies ist kein Ort für einen gewöhnlichen Spaziergang - es ist ein echtes Abenteuer für Höhlenforscher, wo der Mexikó-Bach über Jahrtausende ein mehrstöckiges Labyrinth aus Schächten und Gängen in triassischem Kalkstein geformt hat.
Die Höhle beeindruckt mit einer Vielfalt an Tropfsteinformationen - Stalaktiten, Helictiten, zahnartigen Sinterdraperien und Höhlenperlen -, von denen leider viele seit der Entdeckung stark beschädigt wurden. Der größte Saal, das Kristallmuseum, ist 18 Meter lang und 6 Meter breit. Das System ist hydrologisch sehr aktiv: Bei Regen fließt Wasser durch die gesamte Höhle, und die tiefsten Abschnitte werden dann unzugänglich. Es ist ein raues, wildes Terrain mit einem kühlen, feuchten unterirdischen Mikroklima, typisch für Karstlandschaften, das sich je nach Niederschlagslage völlig unterschiedlich präsentiert.
AnreiseIn der Höhle wurden 13 Gliederfüßerarten sowie Fledermäuse nachgewiesen, was sie zu einem wertvollen unterirdischen Lebensraum macht. Interessant ist, dass Färbeversuche 1971 bewiesen, dass das durch die Höhle fließende Wasser später an den Seequellen von Miskolctapolca wieder zutage tritt.