Kosowinowe Oczko ist eines jener stillen Geheimnisse der Tatra, die man kaum zu sehen bekommt — ein winziger, verborgener Tümpel im Herzen des Pyszniańska-Tals, eingebettet in dichtes Latschenkiefergebüsch. Klein, aber voller wilder Atmosphäre.
Der Tümpel liegt auf 1.527 m ü. M. im Bereich des Tals, der als Siwe Sady bekannt ist, und entstand in einer natürlichen Senke zwischen Grundmoränen — einem stummen Erbe der Eiszeit. Er misst gerade einmal 6,5 × 2 Meter bei einer Tiefe von nur 0,6 m. Das umgebende Latschenkieferdickicht, das ihm seinen Namen gibt ('kosowina' ist der regionale Dialektausdruck für Latschenkiefer), hüllt ihn fast vollständig ein. Im Sommer riecht es hier nach Harz und Stille, im Herbst leuchtet das Gebüsch golden über dem kleinen Wasserspiegel.
Das Gewässer liegt westlich des Weges zur Pyszniańska-Scharte, innerhalb der Totalschutzzone 'Pyszna, Tomanowa, Pisana' des Tatra-Nationalparks.
Anreise und ZugangDer Name ist ein schönes Zeugnis lebendiger Bergdialekte — 'kosowina' steht für Latschenkiefer und erinnert daran, dass selbst die kleinsten Wasserflecken in der Tatra ihre eigene Geschichte haben.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)