Das Koprovatal ist eines der wildesten und ruhigsten Täler der Hohen Tatra — ein 11 Kilometer langer Talzug im westlichsten Teil des slowakischen Tatramassivs, abseits des Touristenrummels. Weit, offen und von eindrucksvollen Graten umrahmt, vermittelt es ein Gefühl echter Bergeinsamkeit.
Das Tal bildet eine breite, weitläufige Mulde mit der Mündung östlich des Ortes Podbanské. Im Norden begrenzt der Hauptkamm der Hohen Tatra von der Hladký-Spitze bis zur Čubrina das Tal, im Osten dominiert der mächtige Rücken des Kriváň die Silhouette, und im Westen runden die sanfteren Liptauer Kuppen das Panorama ab. Der Kôprovský-Bach durchfließt das Tal und wird von Zuflüssen aus mehreren Seitentälern gespeist, in denen sich wahre Naturschätze verbergen. Der obere Talabschnitt trägt den Namen Temné Smrečiny ('Dunkle Fichtenwälder') und verströmt eine beinahe märchenhafte Atmosphäre. In den Seitentälern liegen mehrere Bergseen — der größte ist das Nižné Temnosmrečinské Pleso mit 11,7 Hektar Fläche und 40 Metern Tiefe, der drittgrößte See der gesamten Hohen Tatra. Der Nefcerský-Bach stürzt in drei Kaskaden zu Tal, während der Temnosmrečinský-Bach den malerischen Vajanský-Wasserfall bildet. Im Herbst leuchtet das Tal in warmen Farben, im Winter liegt es unter einer tiefen Schneedecke, und im Sommer bietet der kühle Waldschatten eine willkommene Erfrischung.
Anreise und Wegbeschreibung
Praktische Informationen
Der Name des Tals geht wahrscheinlich auf die Bergpflanze Ligusticum mutellina zurück — doch es gibt auch eine andere Theorie: Der Name könnte vom altgermanischen Wort 'koper' für Kuprit stammen, einem Kupfererz, das mittelalterliche Bergleute hier abbauten. Spuren dieser alten Bergbautätigkeit sind an den Hängen des Kôprový-Gipfels noch heute sichtbar.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)