Die Kő-lyuk-Höhle gehört zu den faszinierendsten Höhlen des ungarischen Bükk-Gebirges - ein Ort, an dem Urgeschichte und Karstlandschaft aufeinandertreffen. Hier fanden Archäologen Höhlenbärenschädel, die von prähistorischen Menschen bewusst platziert wurden, sowie Funde von der Altsteinzeit bis zur Bronze- und Eisenzeit.
Die Höhle liegt auf dem Hochplateau Kis-fennsík im Bükk-Gebirge, an der Südseite des Kőlyuk-galya, in direkter Nachbarschaft zur Hillebrand-Jenő-Höhle, auf 441 Metern Höhe am Fuß einer Felswand. Sie entstand im Triaskalkstein als inaktive Quellhöhle und beeindruckt mit 623 Metern Gangsystem, geschmückt mit vielfältigen Tropfsteinformationen und weißem Mondmilch-Sinter. Als bedeutendes Fledermausquartier herrscht hier ganzjährig eine ruhige, geschützte Atmosphäre.
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Praktische Hinweise
In der Fachliteratur wurde die Höhle über Jahrzehnte unter mehr als einem Dutzend verschiedener Namen geführt und oft mit der benachbarten Hillebrand-Jenő-Höhle verwechselt. Besonders bemerkenswert: gefundene Bärenschädel dienten wohl als Wächter über ein bronzezeitliches Grab.