Die Jaspishöhle gehört zu den streng geschützten Höhlen Ungarns und verbirgt sich auf dem Großen Plateau im Bükk-Gebirge. Sie ist die sechsttiefste Höhle Ungarns und berühmt für ihre seltenen Aragonit-Formationen sowie die Jaspis-Kiesel, die ihr den Namen gaben.
Der Eingang liegt in einer kleinen Doline am Nordhang des Szárdóka-Hügels, wohin ein kurzes, zeitweise wasserführendes Bachbett führt. Im Inneren erwartet Besucher eine treppenförmige Abfolge von Schachten und weiten Gängen, reich verziert mit Tropfsteinformationen – darunter mehrere Meter hohe, über einen halben Meter dicke Stalagmiten. Die Atmosphäre ist rau und anspruchsvoll: Wegen einsturzgefährdeter Abschnitte sind Seiltechniken erforderlich, weshalb die Höhle ausschließlich erfahrenen Höhlenforschern vorbehalten ist.
AnfahrtIhr größter wissenschaftlicher Schatz liegt im Heliktiten-Saal, wo aus Kalzit und Aragonit gebildete Heliktiten von 50–150 mm Länge entstanden sind – aus kaltem Wasser ausgeschiedenes Aragonit findet sich in Ungarn nur noch in der Aragonithöhle von Martonháza.