Der Gorce-Nationalpark ist ein verstecktes Juwel der polnischen Karpaten — ein über 7.000 Hektar großes Schutzgebiet aus uralten Buchenwäldern, blütenreichen Bergwiesen und weiten Panoramen bis hin zu den Tatra-Gipfeln. Wer abseits der bekannten Touristenströme wandern möchte, ist hier genau richtig.
Das Herzstück des Parks sind seine charakteristischen Bergwiesen, die sogenannten 'Hale'. Im Frühling bedecken sich diese mit leuchtenden Krokusteppichen, im Sommer öffnen sie den Blick auf Tatra, Pieninen und Beskid Wyspowy. Die Wälder — sie bedecken stolze 95% der Parkfläche — wechseln im Herbst in ein Farbspektakel aus Rot, Gold und Orange. Im Winter verwandelt sich der Park in eine stille, weiße Landschaft. Der Feuersalamander ist das offizielle Symbol des Parks; wer Glück hat, begegnet auch Luchs, Wolf, Braunbär oder Auerhuhn.
Anreise und ZugangspunkteDie offenen Bergwiesen des Parks haben eine bemerkenswerte Geschichte: Sie entstanden bereits im 14. Jahrhundert, als walachische Hirten aus dem Balkan einwanderten und Wälder rodeten, um Weideland zu gewinnen. Heute pflegt der Nationalpark dieses Erbe aktiv weiter — auf der Hala Długa weiden wieder Schafe nach alter Tradition.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)