Die Kiczora (1282 m ü.d.M.) ist der dritthöchste Gipfel im Gorce-Gebirge — ein wilder, bewaldeter Berg, der mit Höhlen, Bärenspuren und einem herrlichen Aussichtspunkt auf der nahe gelegenen Almwiese aufwartet. Der Gipfel liegt nur 250 m südlich des Kammpunktes Trzy Kopce und ist eine wichtige Station auf dem berühmten Hauptbeskidenweg zwischen dem Knurowska-Pass und dem Turbacz.
Der Gipfel selbst ist vollständig von hochmontanem Fichtenwald bedeckt und bietet keine Aussicht — der ideale Aussichtspunkt ist die nahe gelegene Hala Młyńska auf der südöstlichen Seite. Am Westhang des südlichen Kiczora-Rückens befinden sich die Felsen der Turnice mit der größten Höhlengruppe der gesamten Gorce, darunter die Regenbogenhöhle (Tęczowa Jama) und die Goszczyński-Höhle. Botaniker haben hier das in Polen seltene Wenigblütige Segge nachgewiesen, und im Wald wurden mehrfach Bärenspuren entdeckt.
AufstiegsroutenDer Name Kiczora stammt aus dem Walachischen und bedeutet schlicht 'bewaldeter Berg' — eine treffende Bezeichnung für diesen geheimnisvollen Gipfel, den auch der polnische Romantiker Seweryn Goszczyński regelmäßig besuchte und in seinen Schriften verewigte.