Der Turbacz (1310 m ü. d. M.) ist der höchste Gipfel der Gorce und das geografische Herz dieses Gebirgszuges — ein massiver, vielarmiger Berg, von dem Kämme in alle Himmelsrichtungen abzweigen. Wer die Gorce kennenlernen möchte, kommt am Turbacz nicht vorbei: Atemberaubende Tatra-Panoramen, eine gemütliche Schutzhütte und eine bewegte Geschichte machen diesen Gipfel unvergesslich.
Von der Terrasse vor der nahen PTTK-Schutzhütte entfaltet sich eines der schönsten Panoramen der polnischen Karpaten — von der Bielskie Tatra mit dem Hawrań über die Hohe Tatra mit Lomnitzer Spitze, Gerlach und Świnica bis hin zur Westlichen Tatra mit dem Kasprowy Wierch, dahinter die Pieninen. Der eigentliche Gipfel war lange von dichtem Fichtenwald verdeckt, doch nach einem schweren Sturm öffnen sich nun wieder weite Ausblicke nach Norden und Westen. Im Winter liegt die gesamte Umgebung unter einer geschlossenen Schneedecke, und der goldene Herbst in den Gorce ist ein Erlebnis für sich.
Aufstiegsmöglichkeiten1832 schwärmte der polnische Dichter Seweryn Goszczyński, der Ausblick vom Turbacz sei der schönste seines Lebens — und mit einem Fernrohr soll man damals sogar Krakau gesehen haben. Das Wälder haben sich seitdem verändert, doch der Zauber dieses Ortes ist geblieben.