Das Gainfeld ist ein Hochtal westlich oberhalb von Bischofshofen mit einer teils ganz besonderen Alpenflora und einer ruhigen, ursprünglichen Atmosphäre. Hier findet man Natur abseits der großen Touristenströme, wie sie sonst kaum noch zu finden ist.
Auf einer mittleren Höhe von rund 865 m ü. A. liegt das Tal zwischen Bischofshofen und den östlichen Ausläufern des Hochkönigmassivs, den sogenannten Mandlwänden. Im Norden prägen buchendominierte Wälder über Kalkgestein das Bild, teilweise noch recht naturnah, während im Süden Fichtenwälder über Grauwacke vorherrschen. Das hintere Tal bei der Kematenalm ist einsam und wenig begangen, weiter nördlich oben liegt bei der Grünmaißalm ein Hochmoor, das praktisch unberührt von menschlichem Einfluss geblieben ist. Beim Talschluss in Richtung Hochkönig zeigt sich die Landschaft von ihrer schönsten Seite: bunte Almwiesen, Schuttfluren und schroffe Felsen.
AnfahrtAm östlichen Ausgang des Tals steht die bekannte Paul-Außerleitner-Schanze. Geschichtlich reicht das Gainfeld weit zurück: Das Bauerngut Egg im Gainfeld wurde bereits 1180 als Ritterlehen der Herren von Pongau erwähnt und kam später 1304 an die Herren von Guetrat.