Das Trümmertal — auf Slowakisch Zlomisková dolina — ist eines der wildesten und eindrucksvollsten Seitentäler der Hohen Tatra. Riesige Granitblöcke, vergletscherte Kare und versteckte Bergseen erwarten alle, die dieses besondere Naturreservat betreten dürfen.
Das Tal erstreckt sich über etwa 2,5 km und umfasst rund 4,5 km². Im mittleren Abschnitt öffnet sich eine überraschend flache Talsohle — die sogenannte Goldomiská Rówień — die von den Felstrümmern bedeckt ist, die dem Tal seinen Namen gaben. Weiter oben verzweigt sich das Tal in drei Gletscherkessel: Zmarzła Kotlina, Żelazna Kotlina und Dolinka Rumanowa. Durch das Tal fließt der Zmarzły Potok, gespeist vom Gletschersee Zmarzły Staw. In den Seitentälern liegen weitere Seen: die Rumanowe Stawy, der Smoczy Staw und die kleinen Smocze Oka. Der obere Teil des Tales kann selbst im Hochsommer von Schnee bedeckt sein — alte Führer aus Zakopane nannten ihn einst das 'Leere Tal'.
Anreise und ZugangDer treffende Name des Tales wurde bereits 1888 vom polnischen Dichter Franciszek Henryk Nowicki gelobt: 'Ich bewundere die Treffsicherheit des Namens, den die Bergbewohner diesem Tal gegeben haben.' Der erste belegte Touristenbesuch fand 1860 statt, die erste Winterbegehung erst im April 1903.
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