Das Pyszniańska-Tal ist einer der wildesten und ursprünglichsten Winkel der polnischen Westtatra. Als oberer Teil des Kościeliska-Tals birgt es ausgedehnte subalpine Fichtenwälder, tiefe Stille und den malerischen Smreczyński-See — den größten See der polnischen Westtatra. Wer die Tatra von ihrer unberührten, ursprünglichen Seite erleben möchte, wird hier fündig.
Das Tal wird von gewaltigen Graten umrahmt — im Süden erheben sich Smreczyński Wierch, Kamienista, Błyszcz und die nahezu senkrechten Wände der Liliowe Turnie, während der Ornak-Massiv im Westen 500–700 Meter über den Talgrund aufragt. Das vom Gletscher geformte Tal aus Kristallingestein beeindruckt mit Strenge und Erhabenheit. Im Frühling erwacht der Wald in sattem Grün, im Sommer spendet er wohltuenden Schatten, im Herbst leuchten Fichten und Latschenkiefern in goldenem Licht, und im Winter verwandelt sich das Tal in ein Reich aus Schnee und Stille.
Anreise und ZugangswegeDie Geschichte des Tals ist ebenso farbig wie seine Landschaft — bereits im 15. Jahrhundert wurden hier Silber- und Kupfererze abgebaut, und während des Zweiten Weltkriegs nutzten Tatra-Kuriere das Tal als Übergang, deren Abenteuer Stanisław Zieliński in seinem Buch 'W stronę Pysznej' festgehalten hat.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)