Das Böhmische Paradies verdient seinen Namen mit Leichtigkeit: Bizarre Sandsteinfelsen, mittelalterliche Burgruinen auf Vulkankuppen und tiefe Waldtäler machen dieses Schutzgebiet zu einem der schönsten Wanderreviere Mitteleuropas. Als ältestes Landschaftsschutzgebiet Tschechiens — ausgerufen am 1. März 1955 — vereint es auf 182 km² geologische Vielfalt und kulturelles Erbe.
Die Landschaft erzählt eine Geschichte aus Kreide-Sandstein und tertiärem Vulkanismus: Flüsse formten die weichen Sandsteinschichten zu spektakulären Felslabyrinthen, während härteres Magmagestein zu markanten Erhebungen aufstieg. Das bekannteste Wahrzeichen ist die Doppelturmruine Trosky, der mineralreiche Gipfel Kozákov (745 m ü. M.) ist seit Jahrhunderten bekannt für Edelsteinvorkommen, besonders verschiedene Quarzvarietäten. Das Gebiet gliedert sich in drei Teile: der größte liegt zwischen Mnichovo Hradiště, Turnov und Sobotka mit dem Felsenrevier Hruboskalsko und der Burg Trosky; der zweite umfasst die Region Malá Skála und den Kozákov; der dritte, kleinste Teil liegt bei Jičín mit den Prachovské skály. Jede Jahreszeit hat ihren Reiz — frühlingshaftes Grün in den Tälern, sommerliche Kletterfelsen, ein goldenes Herbstpanorama und märchenhafte Schneebilder im Winter.
Anreise und Ausgangspunkte
Praktische Informationen
Die Turnovaer Gegend ist seit dem 16. Jahrhundert für ihre Edelsteinschleifer bekannt — der Rohstoff stammte direkt vom Kozákov, und diese Tradition lebt in der Region bis heute fort.