Die Bystrianska jaskyňa ist die größte Höhle auf der Südseite der Niederen Tatra — ein beeindruckendes Untergrundreich aus gewundenen Gängen, glitzernden Tropfsteinen und einem echten unterirdischen Bach, der durch die tiefste Ebene fließt. Wer auf der Suche nach einem besonderen Erlebnis abseits der Wanderwege ist, wird hier nicht enttäuscht.
Die Höhle entstand in dunkelgrauen Triaskalken und Dolomiten und entwickelte sich entlang von Verwerfungsklüften auf drei Stockwerken. Das Besondere: Die Sinterdekorationen konzentrieren sich jeweils auf einer Seite der Gänge und wirken dadurch fast inszeniert. Das Herzstück ist die Klenotnica (Schatzkammer) mit dicht gedrängten gelb-weißen Stalaktiten, Stalagmiten und Vorhangformationen — alle aktiv und hochglänzend. Besonders sehenswert sind die Klingenden Stalaktiten in den Katakomben, der Baldachin über dem Flussbett und die Schmiedeschmiede vor dem Abschnitt Peklo. Die gleichbleibend kühle Temperatur macht die Höhle im Sommer angenehm erfrischend und im Winter zu einem faszinierenden Ausflugsziel.
AnreiseIm Januar 1945 besetzten deutsche Truppen das Dorf Bystrá und verminierten den Höhleneingang — eine Gruppe von Dorfbewohnern überlebte daraufhin 21 Tage im Untergrund, schlief auf mit Steinen und Stroh ausgelegten Lehmbetten und sammelte Wasser aus tropfenden Stalaktiten. Eine Gedenktafel im größten Dom erinnert an einen Bewohner, der beim Betreten der Höhle erschossen wurde.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)