Die Žiarska hoľa (1841 m ü. d. M.) gehört zu jenen Gipfeln der Niederen Tatra, die mit Einsamkeit, weiten Almwiesen und einem herrlichen Rundblick belohnen — ganz ohne den Trubel der bekannteren Nachbarn. Der sanft gerundete Grasdome erhebt sich auf einem Seitenkamm, der vom Hauptkamm nach Süden abzweigt und das Vajsková-Tal vom Ľomnica-Tal trennt.
Der Gipfel selbst ist eine flache, übersichtliche Almkuppe — ein idealer Aussichtspunkt auf die höchsten Gipfel der Niederen Tatra jenseits des Ľomnica-Tals. Die Ost- und Westhänge fallen steil ab, durchzogen von Rinnen und Gräben, teils mit Latschenkiefern bewachsen. Im Winter und Frühling ist das Massiv stark lawinengefährdet. Auf dem Südkamm, auf etwa 1700 m Höhe, trifft man auf markante Felsformationen namens Bosorky.
AufstiegsmöglichkeitenAm 8. März 1965 riss eine Lawine, die vom Massiv der Žiarska hoľa abging, 16 Waldarbeiter im nahen Kulichova-Tal in den Tod — ein eindringliches Zeugnis der ernstzunehmenden Lawinengefahr in dieser Region.