Die Balekina-Höhle ist eine der streng geschützten Höhlen Ungarns, versteckt im Bükk-Gebirge und seit 1979 bekannt. Kein Ort für einen spontanen Spaziergang, sondern ein Ziel für erfahrene Höhlenforscher - doch ihre unterirdische Geschichte und die Formationen machen sie zu einem faszinierenden Teil des Bükk-Naturerbes.
Der Eingang öffnet sich in einer verfüllten, inaktiven Doline, nahe dem oberen Rand des Dolomitsteinbruchs am Nyavalyás-tető. Im Inneren sind die Gänge auffallend geräumig - 5 bis 10 Meter breit und 10 bis 15 Meter hoch - mit einer stufenförmigen Schachtreihe, die sich in fünf Abschnitte gliedert. Wer Zutritt hat, kann vielfältige Tropfsteine, Helektite und strauchartige Kalzitkristalle an den Wänden bewundern. Das Prunkstück ist ein 2,5 Meter hoher, schneeweißer Tropfstein namens Palma im Palmenhaus-Saal. Am Boden fließt ein ständiger Bach durch den horizontalen Gang, bevor ein Siphon den Weg versperrt. Unterirdisch vermischt sich das Wasser der Höhle mit dem der Jáspis-Höhle und tritt an der Wekerle-Quelle wieder zutage, die in den Bach Garadna mündet.
AnfahrtDie 1979 von Höhlenforschern der Universität für Schwerindustrie Miskolc entdeckte Höhle erstreckt sich heute über mehr als 600 Meter Länge und fast 90 Meter Tiefe - ein bemerkenswertes, wenn auch unzugängliches Merkmal der unterirdischen Welt des Bükk.