Die Anna-Höhle ist eine geologische Rarität — eine von nur sechs Kalktuffhöhlen dieser Art weltweit. In Lillafüred in Ungarn gelegen, begeistert sie mit spitzenartigen Kalkformationen, die einst um Pflanzenwurzeln und -stängel wuchsen und diese später versteinerten, statt der üblichen Stalaktiten.
Im Inneren herrscht das ganze Jahr über ein kühles, feuchtes Klima — eine willkommene Abkühlung im Sommer. Die Wände zieren filigrane, korallenartige Kalkspitzen sowie Abdrücke fossiler Pflanzen. Die Höhle liegt direkt neben dem Wasserfall am Bach Szinva, eingebettet in den Hängegarten des Palota Szálló, was den Zugang zu jeder Jahreszeit zu einem malerischen Erlebnis macht.
Anreise
Praktische Hinweise
Entdeckt wurde die Höhle 1833 beim Bau eines Wasserstollens für die örtlichen Eisenhütten, und 1847 besuchte sie sogar der ungarische Nationaldichter Sándor Petőfi. Woher der Name Anna stammt, ist bis heute umstritten — manche sagen, er ehre die heilige Anna, andere sprechen von der Frau eines Försters, einer Prinzessin oder der ersten weiblichen Besucherin im Jahr 1926.