Am Riedert ist ein kleines, aber besonderes Naturschutzgebiet in den Wäldern südlich der Zwickauer Mulde im Westerzgebirge. Hier wachsen uralte Tannen und Buchen, wie sie seit Generationen gewachsen sind - ein seltener Einblick in naturnahen Bergmischwald.
Das Gelände fällt steil zur Zwickauer Mulde hin ab, durchzogen vom Großen Riedertbach und einem namenlosen Zufluss. Die Landschaft wirkt ursprünglich und unberührt - das feuchte Bergklima mit über 1.000 Millimeter Niederschlag im Jahr sorgt für eine üppige Krautschicht und moosbewachsene alte Stämme. Im Sommer ist der Wald voller Leben, man hört das Trommeln des Schwarzspechts oder den Ruf der Hohltaube, während in der Dämmerung Raufußkauz und Sperlingskauz zu hören sind. Im Herbst und Frühjahr verleiht aufziehender Nebel entlang des Baches dem Gebiet eine geheimnisvolle Stimmung.
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Praktische Informationen
An der nordöstlichen Ecke steht der geheimnisvolle Brotmannstein, ein Granitstein, der an einen 1878 hier beraubten und getöteten Bäcker aus Carlsfeld erinnert - eine stille, aber bewegende Geschichte, die tief mit diesem Wald verwoben ist.