Der Vápenný (790 m), auf Deutsch Kalkberg genannt, ist ein markanter Gipfel im Ještěd-Kozákov-Kamm nahe dem Dorf Jítrava. Wer wilde Wälder, Kalksteinhöhlen und alte Bunker liebt, findet hier ein echtes Kleinod abseits der Touristenmassen.
Der Berg erhebt sich mit steilen Hängen und einer relativen Höhe von über 250 Metern, aufgebaut aus devonischen bis unterkarbonischen phyllitischen Schiefern, Grauwacken und Metadiabasen mit einer Einlagerung von kristallinem Kalkstein. Die Hänge sind größtenteils mit Laubwald bedeckt — Buchenwälder und Hangwälder mit Ahorn, Esche und Ulme —, während ein verlassener Kalksteinbruch am Westhang den Eingang zur Westhöhle verbirgt. Im Sommer spenden die Buchenkronen angenehmen Schatten, im Herbst leuchtet das Laub in warmen Farben, und im Winter liegt eine stille Schneedecke über dem Grat, während seltene Fledermäuse tief in der Höhle überwintern. Zahlreiche Bunker aus der Zeit der Ersten Tschechoslowakischen Republik prägen bis heute die Hänge.
Wie man den Gipfel erreichtIm Kalksteinvorkommen am Westhang wurden Fossilien ausgestorbener Seelilien entdeckt — ein stiller Beweis dafür, dass diese Hügel einst unter einem urzeitlichen Meer lagen.