Der Suchoń (965 m ü. NHN), auf Deutsch auch 'Dürre-Berg' genannt, ist der höchste Gipfel der Krowiarki — einer stillen, kaum besuchten Berggruppe im Śnieżnik-Massiv im südwestlichen Polen. Wer fernab überlaufener Wanderwege echte Waldeinsamkeit sucht, ist hier genau richtig.
Der Gipfel erhebt sich auf einem Seitenrücken, der in westlicher Richtung vom Hauptkamm der Krowiarki abzweigt. Die Osthänge sind sanft und gut begehbar, während die Nord-, West- und Südhänge steil in den Oberen Neiße-Graben sowie in die Täler der Marcinkówka und der Biała Woda abfallen — eine Landschaft, die besonders im Herbst beeindruckt. Fast der gesamte Berg ist von dichtem Fichtenwald bedeckt, der im Sommer angenehmen Schatten spendet und im Winter eine märchenhafte Stimmung erzeugt. Zu den Füßen des Berges liegen die Dörfer Kamienna im Nordwesten und Idzików im Südwesten; im Nordosten finden sich noch Spuren des schwindenden Dorfes Marcinków.
Aufstieg zum Gipfel1885 stand auf dem Gipfel ein Aussichtsturm, erbaut auf Initiative der GGV; heute erinnern nur noch vereinzelte Steinquader daran, längst vom Wald verschluckt — ein stilles Stück Geschichte unter den Fichten.