Das Tilisuna-Schwarzhorn ist ein markanter, dunkler Gipfel in der Sulzfluh-Gruppe des Rätikons, der sich schon von Weitem deutlich von den hellgrauen Kalkbergen der Umgebung abhebt. Seine hornartige Form mit ausgeprägten Nord- und Südgraten verleiht ihm eine unverwechselbare, fast schroffe Silhouette.
Das dunkle vulkanische Gestein mit Amphibolit und Serpentin macht diesen Gipfel zu etwas Besonderem im sonst hellen Rätikon. Vom Gipfel aus blickt man auf den malerischen Tilisunasee, der sich zu Füßen der Ostflanke ausbreitet, während das Gelände nach Westen sanfter ins Bilkentobel und weiter zum Porzalengawald abfällt. Die Atmosphäre hier oben ist rau und ursprünglich, besonders wenn im Frühherbst dünner Nebel über dem See liegt und den Gipfel in ein besonderes Licht taucht.
Wie man zum Gipfel kommt
Praktische Informationen
Erstbestiegen wurde der Berg 1853 im Rahmen der österreichischen Landesvermessung, der erste touristische Aufstieg gelang 1868 dem schottischen Alpinisten John Sholto Douglass mit Bergführer Christian Zudrell über die Schwarze Scharte — bis heute der klassische Normalweg.