Der Lostun (1.653 m ü. d. M.) ist ein einsamer und ursprünglicher Gipfel in den Tschywtschy-Bergen der ukrainischen Karpaten, im Marmaros-Massiv. Wer abseits der üblichen Touristenpfade unterwegs sein möchte und offene Karpaten-Hochwiesen sucht, wird hier fündig.
Die Hänge des Lostun sind von dichten Wäldern bedeckt, die kurz unterhalb des Gipfels den baumlosen Polonyna-Wiesen weichen. Von dort eröffnen sich weite Blicke auf die umliegenden Kämme, darunter auf den Tschywtschy (1.766 m), den höchsten Gipfel der Tschywtschy-Berge im Nordwesten, und auf den Kleinen Lostun (1.595 m) im Süden. Der Westhang ist besonders steil. Im Frühling leuchtet das frische Grün der Wiesen, im Sommer laden die Panoramen zum Verweilen ein, und im Herbst färben sich die Wälder in satten Rottönen. Die ukrainisch-rumänische Staatsgrenze verläuft nahe am südwestlichen Hang — eine Lage, die diesem Gipfel eine besondere, weitabgelegene Atmosphäre verleiht.
AufstiegsmöglichkeitenAm südwestlichen Fuß des Lostun entspringt der Bach Popadynez, ein linker Nebenfluss des Schwarzen Tscheremosh — ein kleiner Hinweis darauf, dass diese wilden Karpaten-Hochwiesen zu den Ursprüngen bedeutender osteuropäischer Flüsse gehören.