Der Yarovets-Kamm gehört zu den südlichsten Gebirgskämmen der Ukrainischen Karpaten — wild, ursprünglich und erfreulich abseits touristischer Hauptrouten. Sein höchster Gipfel, die Yarovytsia (1.574,4 m), belohnt mit weiten Ausblicken über tief eingeschnittene Täler und offene Almwiesen, die hier 'Polonyny' genannt werden.
Der Kamm erstreckt sich von Nordwesten nach Südosten zwischen dem Fluss Bilyi Cheremosh und dem oberen Suceva, flankiert von den Tälern der Flüsse Sarata und Yalovychera. Die Landschaft ist auf eine stille Weise beeindruckend: Steile Hänge mit dichten Fichtenwäldern gehen höher oben in Bergkieferngebüsch und sibirischen Wacholder über. Die Gipfel selbst sind breit und kuppelartig geformt, mit sanft gewölbten Kammlinien, die steil in schluchtenartige Täler abfallen. Ein Teil des Kammes liegt innerhalb des Cheremosh-Nationalparks, was die Wildnis hier besonders gut schützt. Im Sommer laden die saftigen Polonyny zu ruhigen Wanderungen ein, im Herbst leuchten die Hänge in warmen Farben.
AufstiegsmöglichkeitenLange Zeit waren sich Geographen uneinig, welcher Gebirgsgruppe der Yarovets-Kamm angehört — manche Quellen ordneten ihn den Pokutisch-Bukowinischen Karpaten zu, andere den Hryniavy-Bergen. Heute wird er eindeutig den Yalovychora-Bergen zugerechnet, getrennt von den Nachbarkämmen durch den Fluss Bilyi Cheremosh — ein Detail, das seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Charakter unterstreicht.