Der Hohe Fraßen ist der westlichste eigenständige Berg des Lechquellengebirges in Vorarlberg und mit seinen 1979 m ü. A. ein Aussichtsberg par excellence. Wer den Gipfel erreicht, wird mit einem der weitreichendsten Panoramen der Region belohnt.
Der Berg sendet zwei markante Grate aus: den Frassengrat nach Südosten, der über den felsigen Rappaschrofen zur Klesiwand führt, sowie einen weiteren nach Südwesten hinunter zum Hangenden Stein. Am Westhang liegt die aussichtsreiche Parzelle Ludescherberg. Im Sommer werden die Südhänge fast bis auf den Grat hinauf beweidet, was der Landschaft einen offenen, alpin-bäuerlichen Charakter verleiht. Vom Gipfel öffnet sich ein umfassender Blick auf den Rätikon mit Sulzfluh, Zimba, Schesaplana und Panüeler, auf die Silvretta mit Piz Buin und Piz Linard sowie weit hinein in die Schweizer Berge bis zu Tödi, Glärnisch und Bös Fulen. Bei guter Fernsicht sind sogar die 160 bis 170 km entfernten Schwarzwaldgipfel Feldberg und Belchen zu erkennen.
Wie man zum Gipfel kommt1972 wütete an den Südosthängen des Berges der damals größte Waldbrand Österreichs, ausgelöst durch ein außer Kontrolle geratenes Feuer spielender Kinder — er vernichtete zwischen 55 und 100 Hektar Wald. Der Name Fraßen steht wohl im Zusammenhang mit dem Wort 'fressen' und bezieht sich auf die Beweidung der Hänge, andere leiten ihn vom rätoromanischen 'frasume' (offene Gegend) ab.