Das Fogarascher Gebirge ist das Dach Rumäniens — ein wilder, beeindruckender Gebirgszug mit Gipfeln über 2500 m, Gletscherseen und messerscharfen Graten. Kein Wunder, dass Geographen es einst als die Alpen Transsilvaniens bezeichnet haben.
Der Kamm erstreckt sich rund 70 km von Ost nach West und bedeckt über 2400 km² — das ist 7,5-mal so viel wie das Bucegi-Gebirge. Die Nordhänge fallen auf nur 8–10 km um mehr als 2000 Höhenmeter steil ab, durchzogen von tiefen Tälern und Wasserfällen. Die Südhänge hingegen sind sanfter und von langen Almkämmen geprägt. Überall im Hochgebirge liegen Kare mit kristallklaren Bergseen — der Bâlea-See ist der größte Gletschersee des gesamten Massivs und liegt auf über 2000 m. Die berühmte Transfăgărășan-Hochstraße durchquert das Herz des Gebirges und gilt als eine der schönsten Bergstraßen Europas.
Highlights:Wissenswertes: Bis zur Zwischenkriegszeit galt Negoiu — nicht Moldoveanu — als höchster Gipfel der Karpaten außerhalb der Tatra. Erst eine Neuvermessung korrigierte diesen Irrtum.