Der Negoiu (2535 m ü. NHN) ist der zweithöchste Gipfel Rumäniens — nur 9 Meter niedriger als der benachbarte Moldoveanu. Sein Ruf als 'Pol der atmosphärischen Instabilität' Rumäniens macht ihn zu einem der spannendsten und anspruchsvollsten Ziele in den Südkarpaten.
Der Gipfel erhebt sich im Herzen des Făgăraș-Massivs im Kreis Sibiu. Die Landschaft ist alpin und eindrucksvoll: zerklüftete Grate, glaziale Kare und weite Aussichten über die rumänischen Karpaten. Im Sommer zieht der Berg erfahrene Wanderer an, die ein echtes Hochgebirgserlebnis suchen; im Winter verwandelt er sich in ein ernstes alpinistisches Ziel, das nur mit entsprechender Ausrüstung angegangen werden sollte. Das Wetter kann hier blitzschnell und ohne Vorwarnung umschlagen — der Spitzname des Berges ist absolut verdient.
So erreicht man den GipfelEin interessantes historisches Detail: Bis zur Zwischenkriegszeit galt der Negoiu allgemein als höchster Gipfel der Karpaten außerhalb der Tatra. Erst genauere geodätische Messungen enthüllten, dass der Nachbargipfel Moldoveanu diese Krone trägt — mit gerade einmal 9 Metern Vorsprung.
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