Żurawin ist eines jener stillen Bieszczady-Dörfer, die von der Landkarte verschwunden, aber nicht aus der Landschaft gewichen sind — und genau diese Abwesenheit macht den Besuch zu einem besonders eindringlichen Erlebnis. Die ehemalige Bojken-Siedlung im Bieszczady-Kreis der polnischen Karpaten gehört heute zur Gemeinde Smilnik und wartet mit einer Natur auf, die Jahrzehnte lang sich selbst überlassen war.
Die Hügel sind sanft, die Wiesen wachsen langsam zu, und das Schweigen ist tief. Im Frühling und Sommer blühen die alten Lichtungen auf, im Herbst leuchten die Hänge in Gold, Rost und Dunkelrot. Wer abseits der Touristenpfade wandern und dabei in die Geschichte einer verschwundenen Gemeinschaft eintauchen möchte, ist hier genau richtig.
Anreise und ZugangDie hölzerne griechisch-katholische Kirche zur Verklärung Christi, die hier bis 1918 erbaut wurde, wurde nach der Zwangsaussiedlung der gesamten ukrainischen Bevölkerung im Jahr 1951 — im Zuge eines sowjetisch-polnischen Gebietsaustausches — zerstört. Diese Geschichte liegt wie ein leises Echo über der ganzen Gegend.