Hoch oben auf dem Gipfel des Karpiak (782 m ü. NHN) im Goldenen Gebirge thront die Ruine der Burg Karpenstein — eines der stimmungsvollsten mittelalterlichen Denkmäler der gesamten Sudeten. Einst Zentrum einer kleinen Feudalherrschaft, lädt sie heute zu einer Wanderung voller Geschichte und weiter Aussichten über die Täler des Glatzer Landes ein.
Von der einstigen Anlage sind vor allem Fundamente und Mauerwerk erhalten, doch die Gliederung des Burggeländes ist gut ablesbar: eine Kernburg mit Turm und Burghof, eine äußere Ringmauer und eine Vorburg. Im Innenhof findet sich ein Stein mit eingemeiseltem Burgplan, der bereits 1883 für Besucher angelegt wurde — ein charmantes Detail. Besonders im Herbst, wenn der Wald in Rot und Gold leuchtet und Nebel durch die Täler zieht, entwickelt dieser Ort eine ganz besondere Magie.
Anreise und ZustiegDer Name 'Karpenstein' leitet sich vom Wappen des ersten urkundlich bekannten Burgherren ab — einem goldenen Karpfen auf blauem Grund. Direkt am Fuß des Hügels verläuft die historische 'Salzstraße', eine der bedeutendsten mittelalterlichen Handelsrouten dieser Sudetenregion.