Schloss Johannesberg über dem Städtchen Jauernig ist ein außergewöhnlich gut erhaltenes Juwel Schlesiens — jahrhundertelang Sommersitz der Breslauer Fürstbischöfe und Treffpunkt von Künstlern, Dichtern und Gelehrten. Was dieses Schloss so besonders macht: Es hat seinen Wohncharakter bewahrt wie kaum ein anderes, mit originalen Wandmalereien, historischen Tapeten und einem Mobiliar, das Geschichten erzählt.
Der ovale, kompakte Schlosskomplex aus Gebäuden verschiedener Epochen — Spätgotik, Renaissance, Barock und Klassizismus — thront auf einem markanten Hügel über der Stadt und ist von einem englischen Landschaftsgarten umgeben. Im Sommer leuchtet das Grün des Parks, im Herbst tauchen goldene Blätter das Gelände in warmes Licht. Ein gepflasterter Fußweg von der Stadtmitte, Anfang des 19. Jahrhunderts angelegt, führt sanft von Norden herauf.
Anreise und ZugangFast drei Jahrzehnte lebte hier der Komponist Karl Ditters von Dittersdorf und schuf über vierzig komische Opern — und der Überlieferung nach war auch Nikolaus Kopernikus einst Gast, als Johannesberg noch als Mittelpunkt des geistigen Lebens im ganzen Kaiserreich galt.