Im Erzgebirgsort Niederzwönitz, einem Ortsteil von Zwönitz, verbirgt sich eine echte Rarität - die älteste noch funktionstüchtige Papiermühle Deutschlands. Erstmals 1568 urkundlich erwähnt, kann man hier heute hautnah miterleben, wie über Jahrhunderte handgeschöpftes Papier und später Pappe hergestellt wurden.
Ein Ort für alle, die einen Spaziergang durch das reizvolle Zwönitztal mit einer Prise Industriegeschichte verbinden möchten. Der stattliche Fachwerkgebäudekomplex - bestehend aus ehemaligem Wohn- und Schirrgebäude im rechten Winkel zueinander - beeindruckt schon von außen, während im Inneren die komplette Ausrüstung einer historischen Pappenfabrik wartet: Kugelkocher, Kollergang, Holländer, Pappenmaschine, Nasspresse und Walzwerk. Die Maschinen werden sowohl über Wasserkraft als auch mit Motoren angetrieben - ein spannender Einblick in die Technikgeschichte. Die Umgebung mit Geyerschem Wald und Streitwald lädt dazu ein, den Museumsbesuch mit einer Wanderung durch die sanften Erzgebirgswälder zu verbinden.
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Praktische Informationen
Wissenswert: Bis 1847 wurde hier Büttenpapier aus gesammelten Hadern und Lumpen handgeschöpft, ehe die Mühle auf die Herstellung von Hart- und Graupappe für Schuh- und Möbelindustrie umstellte.